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Ich glaube – woran?

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Ich glaube an Gott. Gott ist keine Idee oder Erfindung der Menschen: Wir als Kirche glauben an seine Existenz. Unser gemeinsamer Glaube wird von jedem Einzelnen getragen, der sagt: „Ich glaube“. Gott ist unser Vater heißt: Von Gott stammen wir ab. Unser Gott ist allmächtig: Alles, wirklich alles, kann er. Nichts ist ihm unmöglich. Gott ist der Schöpfer des Himmels: Damit ist die geistige Welt gemeint, die wir nicht sehen können. Gott ist auch der Schöpfer der Erde: Das ganze Universum, den Planeten Erde und alles, was es auf der Erde gibt, auch den Menschen, hat Gott geschaffen.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.

Jesus war ein Mensch, der vor 2000 Jahren in Israel gelebt hat. Wir glauben daran, dass er Gottes Sohn und damit Gott selbst ist. Christus bedeutet: Messias, König Israels. Eingeborener Sohn bedeutet: Es gibt nur einen einzigen Sohn Gottes und das ist Jesus. „Herr“ ist ein weiterer Titel für Jesus und betont, dass Jesus der Retter, Erlöser und König der Menschen ist.

Empfangen durch den heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.

Der Heilige Geist ist die dritte göttliche Person. Gott ist ein Wesen in drei Personen. Der Heilige Geist ist das Empfangen der Liebe aus dem Vater und dem Sohn. Durch den Heiligen Geist konnte Maria mit Jesus schwanger werden, also Jesus empfangen, obwohl sie Jungfrau war und bis zu ihrem Tod auch Jungfrau blieb. Jesus ist also nicht durch Sex in die Welt gekommen, sondern auf wundersame Weise durch den Heiligen Geist. Wie das technisch ging, wissen wir nicht. Es ist ein Geheimnis Gottes, dessen Geburt wir jährlich an Weihnachten feiern: Geboren von der Jungfrau Maria.

Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes.

Gelitten unter Pontius Pilatus: Pontius Pilatus war ein römischer Herrscher. Dieser Pilatus hat Jesus in Jerusalem zum Tod am Kreuz verurteilt. Der Kreuzestod war ein grausamer Foltertod, daher hat Jesus gelitten. Gekreuzigt, gestorben und begraben bedeutet: Jesus ist wirklich am Kreuz gestorben. Er war nicht nur bewusstlos, sondern ganz und nachweislich tot. Aus diesem Grund hat man ihn begraben und in ein Grab gelegt. Damals stellte man sich das Reich des Todes als einen Ort vor, der unter der Erde ist, daher ist er auch räumlich hinabgestiegen.

Am dritten Tage auferstanden von den Toten.

Am dritten Tage auferstanden von den Toten: Das ist Hauptbotschaft unseres christlichen Glaubens. Jesus war drei Tage tot und ist dann als erster und einziger Mensch überhaupt aus eigener Kraft vom Tod auferstanden. Er hat den Tod überwunden.

Aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.

Nach seiner Auferstehung von den Toten konnte man Jesus noch einige Male auf der Erde sehen. Der auferstandene Jesus war kein Gespenst. Man konnte mit ihm sprechen, ihn berühren und sogar mit ihm essen. Eines Tages ist er in den Himmel aufgefahren, also zu Gott hinaufgestiegen, weshalb wir ihn heute nicht mehr auf der Erde sehen. Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters: Derjenige, der früher im alten Orient rechts vom König saß, teilte die Macht mit dem König. Jesus hat also dieselbe Macht wie Gott, weil er Gott selbst ist.

Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Von dort: Damit ist der Himmel gemeint, in den Jesus nach seiner Auferstehung aufgefahren ist. So wie er nach der Auferstehung in den Himmel gefahren ist, kommt er am Ende der Welt von dort, also vom Himmel, wieder zur Erde zurück. Wann das sein wird, wissen wir nicht, aber wir wissen definitiv, dass er kommen wird, weil Jesus selbst sein Wiederkommen auf Erden angekündigt hat. Wenn Jesus erneut zur Erde kommt, wird es ein Gericht geben: Er wird die Lebenden und die Toten richten, also alle Menschen, die jemals seit der Erschaffung der Welt gelebt haben.

Ich glaube an den Heiligen Geist.

Wer an unseren Gott glaubt, glaubt an den Heiligen Geist. Gott ist Gemeinschaft: Er ist ein Wesen, aber in sich selbst eine ewige Beziehung. Gott ist also nie allein. Der Heilige Geist ist aus dem Vater und dem Sohn hervorgegangen. Dieses Hervorgehen ist nicht zeitlich zu verstehen. Der Vater liebt den Sohn, der Sohn den Vater, wodurch der Heilige Geist das Empfangen der Liebe zwischen beiden ist. Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, hat der Vater den Heiligen Geist auf die Erde gesandt. Der Heilige Geist vertritt Jesus auf der Erde, bis Jesus wiederkommt.

Die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen.

Die heilige katholische Kirche ist das Werk des Heiligen Geistes. Erst fuhr Jesus in den Himmel, dann kam der Heilige Geist auf die Erde und schließlich entstand die heilige katholische Kirche. Der Heilige Geist, die Liebe selbst, ist der Architekt der katholischen Kirche, die auf Jesus selbst gründet. Deshalb ist die Kirche heilig. Katholisch bedeutet weltumfassend: Ihre Mission, die Menschen zu Gott zu führen, betrifft die ganze Welt. Die Gemeinschaft der Heiligen: Die katholische Kirche besteht nicht nur aus denen, die jetzt leben. Auch die Verstorbenen zählen zu ihr, da Jesus den Tod besiegte.

Vergebung der Sünden.

Die Vergebung der Sünden ist notwendig für unser Heil. Seit es Menschen gibt, sündigen sie. Sünde ist die Abkehr von Gott und dem, was Gott von uns möchte. Gott will, dass wir ihn lieben und die Menschen lieben. Sünde ist das Gegenteil von Liebe. Sünde haftet an uns und macht uns innerlich schmutzig und trennt uns von Gott. Jesus hat so gelebt wie jeder Mensch, nur hat er nie gesündigt. Er ist gegenüber der Sünde souverän, weil er nie von Gott getrennt sein will. In der Taufe werden wir unsere Sünden los, ebenso in jeder heiligen Beichte. So stellt Gott eine neue Verbindung zu uns her.

Auferstehung der Toten.

Die Tatsache, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, ist schön und gut. Es wäre aber schlecht für uns, wenn nur Jesus für sich allein den Tod besiegt hätte. Aus diesem Grund glauben wir nicht nur an die Auferstehung eines Toten, nämlich Jesus, sondern an die Auferstehung der Toten. Es werden also viele Menschen auferstehen, weil Jesus die Tür zum Himmel aufgestoßen hat und den Tod besiegte. Der Tod ist somit für uns Christen keine Tragödie mehr, nichts Schlimmes, sondern der Aufstieg zu Gott, wie Jesus es uns vorgelebt hat.

Und das ewige Leben. Amen.

Unser Leben auf der Erde ist von großer Bedeutung. Unser Leben hier entscheidet, wie wir in der zukünftigen Welt leben werden. Wollen wir wirklich mit Gott ewig leben? Wollen wir Tag für Tag mit ihm, bei ihm und in ihm sein? Wer das aus ganzem Herzen will, darf ewig mit Gott in Glückseligkeit leben. Gott zwingt aber niemanden. Für die, die es wollen, steht eine wunderbare Zukunft bevor, die der Tod nicht aufhalten kann. Der Tod ist durch die Auferstehung Jesu zum Tor in das ewige Leben geworden. Wer daran glaubt und darauf hofft, darf „Amen“ sagen: So sei es!
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